Wildegg,

Adventskalender für Familienfrauen: Lass Weihnachtsstimmung aufblühen in deiner Familie

Ist bei dir Weihnachtszeit auch gleichgesetzt mit Stress im Familienalltag? Geschenke müssen gekauft werden, draussen ist es nass und kalt und die Spannung auf Weihnachten wird bei den Kindern immer grösser. Mit dem Adventskalender der Gartenfabrik möchte ich dir Besinnlichkeit schenken. Jeden Tag findest du eine kleine ein Minuten Übung (an die Marte Meo Methode angelehnt), die du sofort umsetzen kannst - mit deinen Kindern, deinem Partner oder deiner Nachbarin. Für einen kleinen Glücksmoment

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1. Türchen

Mach ein freundliches Gesicht

Der Morgen verlief nicht nach Plan. Eigentlich wolltest du so viel erledigen. Da kommt das Telefon, du musst dein Kind abholen, weil es über Übelkeit klagt. Du kommst in Verzug und bist genervt. Du holst also dein Kind von der Schule ab.

Hast du dich schon mal geachtet, wie du aussiehst wenn du genervt bist?

In solchen Momenten ein freundliches Gesicht zu machen ist gar nicht so einfach. Achte dich doch ein paar Mal drauf, wie entspannt dein Gesicht ist, bevor du jemanden anschaust. Wenn du deinen Kindern mit einem lächeln begegnest, wirkt sich das auf die Stimmung der ganzen Familie aus.

Wie du ein entspanntes Gesicht machen kannst, wenn du total genervt bis?

Atme dreimal tief ein und aus und nehme wahr wie dein Herz klopft, lächle in dich hinein, erinnere dich an schöne Momente – und ist dein Gesicht schon entspannter?

Ich bin schon gespannt was dein freundliches Gesicht bei deinen Kindern auslöst.


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Entspannt hinsetzen

Du hast so viel zu tun, dass du nur so durch die Wohnung zu fliegen scheinst und kaum Zeit zum Hinsetzen hast. Bei mir sind das die Tage, an denen mir am Abend die Füsse weh tun vom vielen Stehen und Gehen.

Nimm dir einmal pro Tag Zeit einen Tee, einen Kaffee zu trinken oder was du auch immer magst. Setze dich dazu auf den gemütlichsten Ort im Wohnzimmer. Wichtig dabei ist, dass du das machst, wenn die Kinder da sind.

Denn «Mami macht Pause» ist eine wichtige Erfahrung für Kinder. Zudem unterstützt du sie gleichzeitig selbst eigene Ideen zu entwickeln und sendest Ruhe aus, was auch deine Kinder spüren können.

Und wer weiss vielleicht, gibt es unerwartete Situationen und dein sonst so aktives Kind kuschelt sich zu dir oder es entsteht eine Familien – Tee – Stunde daraus.

Das Leben ist immer für eine Überraschung gut, wenn du sie zu lässt 😊

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3. Türchen

Freundliche Stimme

Wer kennt es nicht: Du hast eine Diskussion mit deinem Teenager, die auch mal laut werden kann. Das allein ist nichts Ungewöhnliches. In diesem Moment kommt dein Mann zur Haustür rein und fragt dich etwas. Du blaffst ihn ungewollt an. Ups! das wolltest du nicht.

Achte dich ein paar Mal am Tag, ob deine Stimme freundlich klingt. Denn egal in welcher Situation du dich gerade befindest.

Eine freundliche Stimme – also eine klare, sichere und entspannte Stimme – kann einen Streit verhindern und ermöglicht dem Kind einen Auftrag von dir als Auftrag und nicht als Angriff zu erkennen.

Vielleicht probierst du es mal aus, wenn du das nächste Mal deinem Kind sagst: räume bitte deine Jacke weg.

Eine freundliche Stimme kannst du z. B. mit einer kurzen Pause vor dem Sprechen erhalten.

Probiere doch mal deine Stimme zu verändern, wenn du merkst, dass du aggressiv oder genervt klingst. Was geschieht mit der Stimmung im Raum, bei dir oder deinem Kind?

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4. Türchen

Aufmerksam abwarten

Hand aufs Herz – wie oft hast du in der letzten Woche deinem Kind gesagt: mach das nicht, mach dies nicht, pass doch auf, dass das und jenes nicht passiert BEVOR das Kind überhaupt etwas gemacht hat? Ich habe nicht mitgezählt, aber bei mir kommt das oft vor 😊

Mach es heute doch mal anders…

Warte ab bevor du etwas sagst. Obwohl du weisst, wenn du jetzt nicht reagierst, geschieht etwas, was du nicht möchtest und dir nur noch mehr Stress macht.

Ein Beispiel dazu: Dein Kind kommt nach Hause und zieht die Schuhe schwungvoll ab. Die Schuhe liegen nun auf dem Boden.

Genau in diesem Moment würdest du jetzt sagen: Räum deine Schuhe weg! Stimmts?

Heute kannst du einfach mal interessiert und entspannt schauen, was geschieht, wenn du mit einem freundlichen Gesicht ruhig stehen bleibst und dein Kind beobachtest.

Ich weiss, es ist schwierig für uns Mütter einfach zu zuschauen, wenn du doch weisst, wie die Geschichte aus gehen wird (sie/er wird weglaufen und die Schuhe bleiben liegen).

Mach das Experiment. Ich hab schon manches Weihnachtswunder erlebt, wenn ich zuerst mal abgewartet habe und zugeschaut habe anstatt immer sofort das immer Gleiche zu sagen.

Entspannt zu warten, ist ein wunderbarer Moment im Alltag und beugt so vielen Konfliktsituationen vor.


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5. Türchen

Im Moment sein

Kennst du die buddhistische Aussage «wenn ich stehe, dann stehe ich – wenn ich gehe, dann gehe ich»?

Eigentlich ganz einfach. Nur meistens wenn du etwas machst – zum Beispiel das Kind vom Kindergarten abholen – gehst du selten bewusst. Oft sind wir mit unseren Gedanken nicht bei dem, was wir gerade tun.

Im Moment sein ist besonders dann wichtig, wenn du mit deinem Kind oder deinem Partner sprichst. Warum? Weil es einerseits deinem Kind zeigt «Ich bin wichtig für Mama» und andererseits kannst du so dein Gedankenkarussell stoppen (oder mindestens abbremsen.

Es kommt vor, dass es dir nicht gelingt NUR bei deinem Kind zu bleiben? Oder fällt es dir grundsätzlich schwer bei der Sache zu sein, weil du bereits gedanklich beim nächsten Punkt auf deiner To do Liste bist?

Es gibt verschiedene Möglichkeiten Im Moment sein zu üben:

  • Du gehst in einem ruhigen Moment nach draussen und läufst langsam um den Block im Garten oder sonst wo hin und versuchst nur beim Gehen zu bleiben. Atme und beobachte deine Füsse beim Gehen. Wenn dir ein anderer Gedanke kommt, stell dir der Wind nimmt ihn einfach wieder mit. Mach das mindestens 1min höchstens 10min.
  • Du kannst das gleiche auch beim nächsten Gespräch mit deinem Kind machen. Du konzentrierst dich auf die Worte und Bewegungen deines Kindes. Kommt ein Gedanke, nimmst du ihn gedanklich und steckst ihn in die Hosentasche. Diese Variante ist etwas schwieriger, da du nicht alleine bist.

Probiere es aus und geniesse die Momente im Jetzt.

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6. Türchen

Aufmerksam beobachten

Förderung wird in der heutigen Zeit sehr gross geschrieben. Es gibt unzählige Varianten, wie du als Mutter dein Kind fördern kannst. Babyschwimmen, Malkurs, Mutter-Kind singen und viele mehr. Alles nicht verkehrt, jedoch oft mit Aufwand verbunden, weil du um eine bestimmte Zeit an einem bestimmten Ort sein musst.

Neuste Studien haben gezeigt, dass das sogenannte «freie Spiel» die Entwicklung des Kindes sehr positiv beeinflusst. Lässt du dein Kind freie spielen – per Definition «Spielen ohne Vorgabe. Das Kind hat selbst eine Spielidee und verfolgt diese» - förderst du damit seine Lösungskompetenz, Kreativität, soziale Kompetenzen und viele mehr. Alles Fähigkeiten, die dein Kind widerstandsfähig machen.

Du darfst dich also unbeschwert gemütlich hinsetzen und einfach mal zu schauen, was dein Kind (oder deine Kinder) so macht. Das Grossartige dabei, du förderst dein Kind – ganz entspannt und spontan. Wenn du deinem Kind beim freien Spiel zu schaust, zeigst du deinem Kind zu dem «du bis wichtig für mich» was die Entwicklung nochmal doppelt und dreifach in Gang bringt.

Förderung kann so einfach sein! Lehn dich zurück und lass dich von der Genialität deines Kindes überraschen.

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7. Türchen

Zuhören und bestätigen

Ich bin ganz sicher, du hörst deinem Kind immer wieder zu und da machst du etwas ganz wichtiges für den Selbstwert deines Kindes.

Ich selbst erwische mich jedoch immer wieder mal dabei, dass ich nicht richtig zu höre. Geht’s dir manchmal auch so? Dafür gibt’s verschiedene Gründe:

  • Du bist grad mit etwas anderem beschäftigt, möchtest sie/ihn aber nicht abweisen
  • Dein Kind spricht von morgens bis abends schier ununterbrochen, dass dir schon die Ohren wackeln
  • Oder dein Kind erzählt dir eigentlich nichts und du musst ihn/sie ständig mit Fragen löchern um wenigstens das Wichtigste zu erfahren. Das ist so zermürbend, dass beide Seiten schweigen

Zuhören ist in solchen Fällen schwierig und raubt Energie

Hier ein paar Ideen wie du leichter zu hören kannst, den Redeschwall freundlich leiten kannst oder dein Teenager zum Reden bringst:

  • Wenn dir dein Kind dir etwas erzählen möchte, mach dir klar, ob du gerade Zeit und Musse hast oder ob du zuerst noch kurz etwas fertig machen musst oder «in den Moment» kommen musst. Sage deinem Kind freundlich, wenn du gerade noch keine Zeit hast und wann es erzählen kann.
  • Wenn du dich fürs Zuhören entschliesst, entspann dich und höre ganz und gar zu.
  • Zeige, dass du den Erzählungen aufmerksam folgst, in dem du nickst und immer wieder ein Wort wiederholst, dass dein Kind nutzt. Das unterstützt Kinder weiterzusprechen und bremst Vielredner*innen im Redefluss.
  • Wenn dein Kind nichts erzählt, warte einen Moment ab, wiederhole beiläufig Töne, die dein Kind macht oder sage was, er oder sie gerade tut (ah du ziehst gerade deine Schuhe aus) Anfänglich ist das oft etwas komisch und braucht etwas Übung, wird aber von vielen Eltern als hilfreich angeschaut.
  • Wichtig ist, dass du möglichst wenig Fragen stellst und nur mit Wörtern wiederholen dein Kind dazu animierst frei weiter zu sprechen.

Versuche ein oder zwei Punkte aus und beobachte, wie du dich fühlst dabei und wie sich das Gespräch zu früheren Gesprächen unterscheidet.

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8. Türchen

Guter Anschluss

Dein Mann ist im Keller. Dir fällt ein, dass er dir noch dies oder jenes mit hochnehmen könnte. Also rufst du mit voller Stimme vom Wohnzimmer in den Keller. Er versteht es nicht, egal wie laut und wie oft du es wiederholst. Schliesslich gehst du genervt selbst nach unten…

An was liegts? Ist dein Mann schwerhörig oder deine Sprache zu undeutlich?

Nichts von beidem. Euch fehlt in diesem Moment der gute Anschluss. Ein guter Anschluss entsteht dann, wenn du zu deinem Mann oder deinen Kindern hingehst, schaust ob sie dich wahrnehmen. Wenn ihr dann Blickkontakt habt, besteht ein guter Anschluss.

Was für einen Aufwand, denkst du jetzt vielleicht. Besonders in stressigen Zeiten wie die Vorweihnachtszeit, sparst du mit diesem Vorgehen jedoch viele Nerven. Aufträge, die du deinem Kind oder deinem Mann erteilen möchtest, kommen so beim ersten Mal an und müssen nicht 10mal wiederholt werden.

Denk daran, wenn du das nächste Mal deinem Kind sagst: «Jetzt habe ich es dir schon 3mal gesagt, räum endlich deine Schuhe weg»

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Vorbild

9. Türchen

Klarer Anfang

Gestern habe ich vom «guten Anschluss» erzählt. Der klare Anfang ist dann besonders wichtig, wenn du bereits probiert hast, einen guten Anschluss herzustellen. Du bist zum Kind gegangen und hast gewartet, bis dein Kind dich angeschaut hat. Und nichts geschieht, dein Kind schaut dich nicht an, weil es z.B. ins Spiel vertieft ist.

Dann ist der klare Anfang eine Möglichkeit die Aufmerksamkeit auf dich zu lenken. Als klarer Anfang können Wörter wie also, so, jetzt oder genau. Mit diesen Wörtern wird deinem Kind klar, dass du nun etwas sagen möchtest. Du kannst dafür auch den Satz nutzen «Du, (+ Name deines Kindes) ich möchte dir etwas sagen».

Warte ein Moment ab. Konntest du den Blick auf dich ziehen? Wenn es noch nicht gelingt, morgen gebe ich dir noch einmal eine Idee an die Hand.

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Grimasse

10. Türchen

Sage was du tust

Heute verrate ich mein liebstes Marte Meo Element. Damit kann ich mit wenigen Sätzen in ca. einer Minute mich und meine Bedürfnisse besser wahrnehmen, mich beruhigen und gleichzeitig einen guten Anschluss zu meinem Partner oder meinen Kindern aufbauen.

Achtung, wenn du etwas ältere Kinder hast, kommst du dir vielleicht beim Nachmachen anfangs etwas komisch vor. Probiere es aus es lohnt sich!

Wenn dir alles zu viel wird, du total genervt bist oder dir deine Kinder einfach nicht zu hören wollen, versuche Folgendes:

Sage bei jeder deiner Handlungen, was du genau machst. Wenn dein Kind dich nicht anschaut, sagst du freundlich: «Ich stehe hier und warte bis du mich anschaust» oder «Ich merke gerade, du kannst mir noch nicht zuhören, ich setze mich nun hier hin, bis du mir zuhören kannst»

Du kannst es auch im Streit nutzen z.B. so: «das macht mich wütend, ich brauch eine Pause, ich gehe in die Küche und decke den Tisch»

Hast du es ausprobiert? Und was ist geschehen?

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Schrittfuer Schritt

11. Türchen

Schritt für Schritt Anleitung

Hast du es auch schon erlebt, dass dein Kopf vor lauter Dinge im Kopf nicht mehr richtig denken kann?

Ob Kinder, Partner oder dir selbst – es geht allen mal so, besonders vor Weihnachten.

Die Überlastung kann sich unterschiedlich zeigen. Bei den Kindern ist es vielleicht körperliche Unruhe und dein Eindruck, dass sie nicht mehr gut hören. Die Einen sind dann auch sehr schweigsam und die andern vergessen nach wenigen Minuten, was du gesagt hast.

Eine Möglichkeit ist, dass du deine Kinder bei ihren Aufgaben Schritt für Schritt begleitest. Das heisst nicht, dass du sie auf Schritt und Tritt verfolgst. Eine Schritt für Schritt Anleitung funktioniert, in dem du eine Aufgabe oder ein Anliegen in Teilaufgaben zerlegst. So kannst du deinem Kind oder deinem Partner ein erster Schritt erläutern und dann, warten bis dein Gegenüber diesen Schritt erledigt hat. Und erst dann erklärst du den nächsten Schritt.

Wenn du also im Grunde willst, dass der Eingangsbereich frei von herumliegenden Schuhen und Jacken ist, kannst du dem Kind sagen, es soll die Schuhe wegräumen. Wenn dein Kind das gemacht hat, kommt das nächste – vielleicht Jacke aufhängen

Es nimmt mich wunder, ob diese Idee etwas Stress aus deinem Alltag zaubern kann!

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Haegematte

12. Türchen

Weniger ist mehr

Wenn ich mich zurück erinnere an meine anfängliche Mutterzeit vor 10 Jahren oder auch schon zuvor als Sozialpädagogin im Kinderheim… Ich hatte einen deutlichen Hang zum Perfektionismus. Die Kinder sollen möglichst wenig fernsehen, gesund essen und jeden Tag nach draussen gehen. Die Liste ist lang. Und es ist nicht so, dass ich meine Ideen in den Wind geschossen habe, nein, ich bin nur etwas flexibler geworden.

«weniger ist mehr» hat mich Gelassenheit gelehrt. Es ist gut, dass du weisst, was dir wichtig ist und was du deinen Kindern auf den Weg mitgeben möchtest.

Aber… wenn du nicht fit bist oder einfach einen vollen Tag hast, ist es auch mal wichtig nach dem Grundsatz «weniger ist mehr» zu folgen. Überlege, ob es jetzt wichtig ist, mit deinem Kind - über die nicht gegessenen Karotten - zu streiten oder ob du die Zeit nicht doch sinnvoller nutzen könntest.

Einfach mal etwas schleifen lassen, statt zu streiten, ist manchmal der richtige Weg.

Was meinst du dazu?

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13. Türchen

Geschwisterstreit entspannen

Wer kennt es nicht? Je näher die Weihnachten rücken, desto gespannter wird die Stimmung. Oft wirkt sich das auch auf die Häufigkeit der Streitereien zwischen Geschwister aus.

Ein Grund wieso sich Geschwister streiten ist, dass sie sich nicht verstehen. Sie verstehen nicht, was das Gegenüber will bzw. sind Kinder oft so auf sich fixiert (das ist wichtig für die Entwicklung der Eigenwahrnehmung), dass sie sich nicht in die Schwester oder den Bruder hineinversetzen können.

Was dann hilft ist: die Geschwister mit einander zu verbinden. Also zu unterstützen, dass der eine die andere versteht.

Es geht nicht darum zu sagen: «Hört auf zu streiten!»

Viel wirksamer ist, wenn du herausfindest, was den beiden Kindern jeweils im Moment wichtig ist. Vielleicht siehst du dann, dass ein Kind dem anderen etwas wegnehmen möchte. Logisch, beide das gleiche Spielzeug.

Also kannst du in diesem Moment sagen: du «Vreni» und du «Fritzli» möchtest das Spielzeug, jetzt hat es gerade «Vreni». Meistens entspannt die Situation dadurch, dass du als Mutter feststellst, was im Moment Sache ist. Oft finden die Kinder danach selbst eine Lösung. Wenn nicht, kannst du auch noch sagen: «jetzt könnt ihr zusammen eine Lösung finden»

So bist du nicht Richterin, sondern Coach oder Streit – Trainerin. So lernen deine Kinder zusammen zu arbeiten und eigene Lösungen zu finden.

>>> Die Kinder kommen selbst besser aus dem Streit, was dir in Zukunft etwas weniger Arbeit macht.

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14. Türchen

Sagen was er/sie tun kann

Das ist einer der wertvollsten Ideen, die ich jemals an die Hand bekommen habe und gleichzeitig am schwierigsten umzusetzen ist.

Es klingt ganz einfach «sage deinem Kind was es tun soll» Das machst du die ganze Zeit? Oder ist es bei dir auch manchmal so wie bei mir, dass du eher sagst «was dein Kind NICHT tun soll».

Versuche dich mal zu achten darauf das Wort NiCHT zu vermeiden, wenn du deinem Kind eine Anweisung gibst.

Also «stell deine Schuhe ins Regal» anstelle «lass deine Schuhe nicht hier liegen»

Ist es dir gelungen und was war anders?

Streiten

15. Türchen

Paarkonflikte entspannen

Wenn Streit herrscht zwischen Erwachsenen ist der Grund oft der Gleiche, wie wenn Kinder streiten. Sie verstehen einander nicht. Der Unterschied ist, dass Erwachsene von anderen Erwachsenen erwarten, dass sie immer und zu jeder Zeit kompetent sind, ihre Gefühle wahrnehmen können und sich verständlich ausdrücken.

Vielleicht hast du gemerkt wo der Hacken liegt. Es gibt jeden Tag Situationen – während der Weihnachtszeit besonders - in denen auch Erwachsene Mühe haben, ihre Bedürfnisse anderen mitzuteilen.

Deshalb kannst du dich und dein Partner geschickt unterstützen, damit ihr euch besser versteht.

  • Rede nur mit deinem Partner, wenn ihr euch ansehen könnt
  • Wiederhole ab und zu ein Wort deines Partners
  • Frage nach, ob du das richtig verstanden hast
  • Sage was du fühlst und welche Gedanken du dir machst ohne den anderen zu beschuldigen

So kannst du einen unnötigen Streit verhindern und ausgebrochene Streitereien schlichten. Und… bevor du jetzt denkst, der andere soll auch mal was machen, damit es keinen Streit gibt. Du gehst als Vorbild voran und vielleicht gibst du deinem Partner so eine Idee, wie Mann es auch machen könnte.

Ich wünsche dir viel gegenseitiges Verständnis!

Tempoabstimmen

16. Türchen

Tempoabstimmen

Menschen leben in unterschiedlichen Geschwindigkeiten. Dabei ist es egal wie alt oder jung sie sind. Es gibt bereits Babies, die ständig wegrennen, aber auch solche, die sich gerne Zeit nehmen für ihre Bewegungen und ihre Entwicklung. Das ist bei Erwachsenen nicht anders. Während ich stundenlang auf dem Sofa sitzen kann und dabei nicht zwingend etwas tun muss, wird mein Mann bereits nach 5min unruhig.

Was hat das jetzt mit dem Weihnachtsfrieden zu tun? Naja, es hat wieder etwas mit dem gegenseitigen Verständnis zu tun und auch mit der Möglichkeit sich zu entwickeln allgemein.

Wie ich in anderen Posts bereits erklärt habe, braucht es, damit du dich mit deinen Familienmitgliedern verstehst eine gute Verbindung zu einander. Und für eine optimale Entwicklung, musst du und deine Kinder bereit sein, sich zu entwickeln.

Ein Beispiel dazu: Deine Kinder sitzen bei den Hausaufgaben, eines ist schon nach 5min fertig, das andere braucht eine halbe Stunde. In solchen Momenten ist es wichtig, dass du nicht bewertest, sondern genau hinschaust, brauchen deine Kinder deine Unterstützung und wenn ja wer braucht was. Vielleicht brauchen deine Kinder einfach unterschiedlich lang. Das ist ok. Wir sind nicht alle gleich, auch wenn das Schulsystem dich das glauben lassen möchte.

Zeigt ein Kind, dass es deine Unterstützung benötigt, versuche dich auf sein Tempo einzulassen. Das gelingt am besten, wenn du dich entspannt neben dein Kind setzt, wartest, beobachtest und Worte deines Kindes wiederholst. So unterstützt du dein Kind genau da, wo es im Moment ist und in seinem Tempo. So macht dein Kind die grössten Entwicklungsschritte.

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17. Türchen

Ideen der anderen beachten

Als Mutter hast du vielleicht das Gefühl, du brauchst immer die perfekte Lösung. Als Leitwölfin musst du doch wissen, welcher der richtige Weg ist. Das stimmt nicht nur.

Es ist wichtig, dass du für dich gute oder sogar optimale Lösungen findest. Es ist aber nicht möglich, dass du die Lösungen für deine ganze Familie findest. Ich weiss, als Leitwölfin bist du gewohnt, für alle zu denken und du hättest die besten Ideen für Lösungen.

Eine der wichtigsten Aufgaben von Menschen ist es, eigene Lösungen zu finden. Das macht sie stark – besonders deine Kinder!

Dein Kind hinterfragt eine Familienregel oder möchte etwas anders machen, als du es vorgibt? Hör es dir unbedingt an und wenn ihr Zeit habt, diskutiert ihr über das Anliegen. Hier entwickelt das Kind eigene Lösungen und wird dadurch unabhängig, verantwortungsbewusst und selbstbestimmt.

Lass dein Kind durchs Zuhören und diskutieren über andere Wege stark werden!

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Teamgarten

18. Türchen

weniger ist mehr für dich

Was im Leben mit deinen Kindern «weniger ist mehr» bedeutet, habe ich dir schon erklärt. Für dich ganz allein ist «weniger ist mehr» ebenfalls eine Entscheidung, die du treffen kannst.

Momentan bin ich am das neue Jahr planen – meine Ziele neu setzen. Was soll ich sagen, ich hab mich selbst erwischt, wie ich auf einmal dem «viel hilft viel» Prinzip verfallen bin in der Jahresplanung. Plötzlich hatte ich 10 grosse Ziele, die ich alle erreichen möchte. Aber irgendwie hat es sich beim Schreiben einfach nicht gut angefühlt. Statt Vorfreude bekam ich Angst vor meinen eigenen Ideen.

Im Alltag besteht die Gefahr, dass du viele Aufgaben erledigst, weil MAN sie so macht. So häufen sich die Aufgaben an, bis sie dir keinen Platz mehr frei lassen, um etwas zu tun, was du WIRKLICH machen willst.

Nimm dir mal 10min Zeit und überlege dir, was du den ganzen Tag machst. Was von diesen Dingen könntest du versuchsweise einfach mal weglassen. Vielleicht ist es das Betten machen, täglich Wäsche waschen, Instagramaccount checken und und und.

Du kannst das Ganze auch umkehren und das, was du für dich am wichtigsten findest, als allererstes machen, wenn die Kinder aus dem Haus sind. Z.B. ein inspirierendes Buch lesen, joggen oder etwas anderes, was dir Freunde macht.

«Weniger ist mehr» heisst in diesem Fall: Hab Mut zur Lücke und du wirst mehr Energie haben die unliebsamen Dinge schneller zu erledigen und mehr Zeit für dich zu haben.

Ich wünsche dir täglich Zeit für DICH!

Zeitgeben

19. Türchen

Dir Zeit geben

Es ist wichtig, dass du immer wieder Zeit für dich ganz nimmst. Das ist eine schöne Idee, aber vor allem in der Vorweihnachtszeit ein frommer Wunsch?

Deshalb geht es heute darum, wie du dir Zeit geben kannst, ohne dass du Zeit hast – mitten im Alltagsstress.

Es ist sozusagen eine Meditation mitten im Alltag, ohne dass du dich hinsetzen, die Augen schliessen und einen Moment innehalten musst.

  • Achte dich auf deinen Atem, versuche immer wieder tief einzuatmen und lang auszuatmen.
  • Mache nur eine Sache auf einmal.
  • Achte, wenn du etwas tust, was deine Hände tun.
  • Sage laut, was du gerade tust.

Denn dann bist du ganz im Moment und deine Kinder und dein Partner bekommen gleichzeitig mit, was dich momentan beschäftigt. Diese Übung erhöht die Achtsamkeit aller Familienmitglieder. Eine friedliche Weihnachtsstimmung ist damit garantiert.

Einen friedlichen Tag wünsche ich dir!

Stresslassnach

20. Türchen

Stressige Momente entspannen

Ja, die stressigen Momente gibt es um diese Jahreszeit wohl bei den meisten Familien. Das ist auch bei mir so. Die Kinder sind nervös, ich müsste noch so viel machen für den Jahresabschluss und mein Partner sieht das alles nicht so eng.

Hallo Stress!

Aber es hilft nichts, wir müssen da durch. Wenn du also merkst, dass du gestresst bist, empfehle ich dir langsamer zu gehen und all die Tipps auszuprobieren, von denen du in den vergangenen Türchen gelesen hast:

  • Mach ein freundliches Gesicht
  • Nutze deine freundliche Stimme
  • Setz dich entspannt hin und beobachte deine Kinder
  • Bleib im Moment
  • Sorge für einen guten Anschluss
  • Höre zu
  • Gebe eine Schritt für Schritt Anleitung
  • Passe das Tempo an
  • Sage was du tust
  • Sage was deine Kinder tun können
  • Gib dir und anderen Zeit
  • Weniger ist mehr

Wenn du nicht mehr genau weisst, was hinter diesen Schlagwörtern steht, lese bei den entsprechenden Posts nach auf www.gartenfabrik.ch findest du den gesamten Adventskalender auf einen Blick.

Ich wünsche dir immer wieder stressfreie Momente!

Schneemann

21. Türchen

Vorweihnachtliche Nervosität

Nervosität hat viele Gesichter, die einen werden laut, die anderen leise. Den einen ist es ja sooooo langweilig, die anderen können kaum stillsitzen. Nervosität zeigt sich bei jedem Menschen und auch bei allen Kindern anders.

Oft ist es echt schwierig, bei so viel Nervosität der Kinder noch die Nerven als Mutter zu behalten. Du kannst dich jetzt Tag ein Tag aus nerven und streiten mit deinen Kindern über Regeln und Normen, die dein Kind normalerweise befolgt.

Oder du drehst den Spiess um und ersparst dir viel Ärger und entspannst dabei sogar die Nervosität deiner Kinder ein wenig.

Konzentriere dich auf die gelingenden Momente. Das heisst, versuche vor allem zu beobachten. Wenn du beobachtest, dass dein Kind etwas besonders gut macht, sich eine lustige Situation ergibt oder deine Kinder besonders schön miteinander spielen, dann geniesse den Moment mit einem Lächeln. Zeige deine Freude am besten ohne Worte. Umarme dein Kind, lache dein Kind an oder gib ihr oder ihm einen Kuss.

Du wirst vielleicht merken, dass sich einige Situationen entspannt und eine freudige Stimmung aufkommt.

Ich wünsche dir viel Freude!

Goldherz

22. Türchen

Goldminen finden

Marte Meo geht davon aus, dass jeder Mensch eine Goldmine ist. Eine Goldmine an Fähigkeiten und einzigartigen, wunderbaren Eigenschaften. Dabei spielt es keine Rolle, ob der Mensch eine Behinderung hat, hyperaktiv oder schlecht in der Schule ist.

Du und alle deine Familienmitglieder tragen eine Goldmine in sich!

Manchmal sind die Goldminen etwas verschüttet durch verschiedene Arten von Schrott. Oft führen Meinungen von Andern oder negative Erlebnisse dazu, dass wir unsere Goldmine nicht mehr erkennen.

Falls die Goldmine deines Kindes mal verschüttet ist, kannst du Entwicklungshelferin sein und die Goldmine wieder freischaufeln. Wie? In dem du deinem Kind zeigst durch die Marte Meo Elemente, dass es genau richtig ist, wie es ist. Zeigen deshalb, weil Worte oft nicht genügend ankommen.

Eine Möglichkeit es zu zeigen, ist ein Last Minute Geschenk zu Weihnachten. Schreib zu jedem Buchstaben deines Kindes ein passendes und positives Wort auf eine Karte und schenke es ihm/ihr.

N eugierig

A ussergewöhnlich

D ranbleibend

J eder Zeit bereit

A ufregend

Stimmt, das sind auch Worte, es geht dabei darum, was du fühlst, wenn du es schreibst und deine Gefühle spürt auch dein dreijähriger Sohn.

Das erinnert dich auch jeder Zeit daran, was für ein Geschenk deine Familie ist – auch wenn du sie zeitweise auf den Mond schicken könntest!

Ich wünsche dir viele Momente, in denen du die Goldminen sehen kannst!

23. Türchen

Glücksbilder im Alltag

Marte Meo ist eine Methode, die über schöne Bilder erklärt und gelernt wird. Genauer schöne Bilder von Beziehungsmomenten. Wie du es auf dem Postbild siehst. Bilder die direkt in dein Herz gehen und du dich danach sehnst, mehr von solchen herzerwärmenden Momenten zu erleben.

So entwickelst du dich weiter und ermöglichst deinem Kind Entwicklung.

Je länger ich mit Marte Meo unterwegs bin, je mehr bin ich stehts mit einer Fantasie Kamera unterwegs. Immer wenn ich meine Kinder in einem schönen glücklichen Moment beobachte, drücke ich innerlich auf den Auslöser und bewahre das Bild.

Nimm doch auch mal deine imaginäre Kamera in den Alltag mit und fotografiere, die schönen Momente des Alltags. Wenn deine Teenagertochter dir ein Lächeln schenkt, dein Wirbelwindkind gemütlich auf dem Sofa ein Buch anschaut oder dein Partner dich wie früher anschaut.

Es gibt so viele schöne Bilder im Alltag, die wir so oft übersehen.

Versuche heute die schönen Bilder im Alltag zu sehen!